Wii U
Wii U: stationäre Spielkonsole des japanischen Herstellers Nintendo, als Nachfolgerin der äußerst erfolgreichen Wii veröffentlicht im November 2012. Trotz innovativer Steuerung blieb die Wii U weit hinter den Vorgänger-Verkaufszahlen zurück.
Charakteristisch war das mitgelieferte „GamePad” — ein Controller mit eigenem 6,2-Zoll-Touchscreen, das Spielinhalte parallel zum Fernseher anzeigen oder die TV-Wiedergabe ersetzen konnte. Damit konnte die Wii U bereits ähnliche Mehrbildschirm-Konzepte nutzen, wie sie später bei der hybriden Switch verfeinert wurden. Hardware-seitig setzte Nintendo erstmals auf HD-Auflösung (720p, optional 1080p).
Verkaufstechnisch war die Wii U eine Enttäuschung. Insgesamt wurden weltweit nur rund 13,5 Millionen Geräte abgesetzt — eine deutliche Untertreibung gegenüber den über 100 Millionen verkauften Wii-Konsolen. Hauptgründe waren die wenig effektive Marketing-Kommunikation (viele Käufer hielten die Wii U für eine erweiterte Wii statt für einen Nachfolger), die spärliche Drittentwickler-Unterstützung und ein begrenzter Spiele-Katalog.
Trotz des kommerziellen Misserfolgs erschienen auf der Wii U mehrere viel beachtete Spiele. „The Legend of Zelda: Breath of the Wild” (2017, parallel auch für die Nintendo Switch), „Super Mario 3D World”, „Mario Kart 8” und „Splatoon” wurden zu den letzten großen Wii-U-Veröffentlichungen. Im März 2017 stellte Nintendo die Produktion ein und konzentrierte sich auf die hybride Switch, die viele Konzepte der Wii U erfolgreich aufgriff.