Vuvuzela
auch Lepatata, Spitzname Vuvu: südafrikanisches Blasinstrument in Tröten-Bauart, das vor allem bei Fußball-Spielen zum Einsatz kommt.
Zur Herkunft des Begriffs gibt es mehrere Theorien: einer zufolge stammt der Name aus der Bantusprache isiZulu und bedeutet „Krach machen“, eine andere versteht ihn als onomatopoetische Ableitung vom monotonen Klang des Instruments.
Bekannt wurde die Vuvuzela weltweit während der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika, bei der ihr durchdringender Dauerton ein prägendes akustisches Merkmal aller Stadionspiele war. Der Klang ähnelt dem Trompeten eines Elefanten und wurde unter anderem vom Berliner Tagesspiegel als „Furzgeräusche aus der Hölle“ verspottet. In der Folge entstand eine breite Kontroverse: Kritiker forderten ein Verbot mit Verweis auf gestörte Spieler und unverständliche TV-Kommentare, die FIFA lehnte dies jedoch unter Verweis auf den kulturellen Stellenwert des Instruments ab.
Außerhalb Südafrikas ist die Vuvuzela nach der WM weitgehend aus den Stadien verschwunden; einige Profiligen, darunter die UEFA, sprachen Verbote für Champions-League- und Länderspiele aus. Als Souvenir und Kulturgegenstand ist sie bis heute geläufig.