VBA
VBA, Visual Basic for Applications: vereinfachte Variante der Programmiersprache Visual Basic, die seit 1993 in die Anwendungen des Microsoft Office-Pakets integriert ist. Mit VBA lassen sich wiederkehrende Aufgaben in Excel, Word, PowerPoint, Access und Outlook automatisieren.
Eingesetzt wird VBA meist als Makro-Sprache. Aufgezeichnete Tastatur- und Mauseingaben erzeugen automatisch VBA-Quellcode, der über den eingebauten VBA-Editor angepasst werden kann. Erweiterte Anwendungen reichen von komplexen Datenanalysen in Excel über die automatische Erstellung von Berichten in Word bis zu kompletten Geschäftsanwendungen, die als Excel-Mappe mit eingebetteten Formularen ausgeliefert werden.
Charakteristisch ist die enge Verzahnung mit den Office-Anwendungen: VBA spricht direkt das Objektmodell der jeweiligen Anwendung an. So lassen sich Zellen, Diagramme, Tabellen, Folien, Mails und ganze Dokumente programmatisch erzeugen und modifizieren. Über Component Object Model (COM) und Active-X-Steuerelemente lassen sich auch externe Datenbanken, Web-APIs und Steuerungs-Programme einbinden.
Strategisch hat Microsoft VBA seit Jahren nicht mehr substanziell weiterentwickelt; eine Ablösung wurde mehrfach diskutiert, kam aber wegen der enormen installierten Basis nie zustande. Als modernere Office-Erweiterungs-Schicht hat Microsoft seit den 2010er Jahren das auf JavaScript basierende Office Add-in-Modell eingeführt, das in Office im Web und in den Desktop-Versionen läuft. VBA bleibt aber weiterhin in den Desktop-Versionen verfügbar und ist in vielen Unternehmen aktiv im Einsatz — insbesondere in Excel-zentrierten Branchen wie Finanzdienstleistung, Controlling und Forschung.