µTorrent (uTorrent)

µTorrent (häufig als „uTorrent” geschrieben) ist ein Filesharing-Programm, das das BitTorrent-Protokoll und dessen Tracker-Infrastruktur nutzt. Über „Magnet Links” oder lokal gespeicherte .torrent-Dateien werden Downloads in das Programm eingefügt; über eine grafische Oberfläche lassen sich Prioritäten sortieren, Up- und Download-Limits global oder pro Transfer einstellen und Detailinformationen abfragen.

Entwickelt wurde µTorrent ab 2005 vom schwedischen Programmierer Ludvig Strigeus. Bereits 2006 wurde das Projekt von BitTorrent Inc. übernommen, dem Unternehmen rund um den BitTorrent-Erfinder Bram Cohen. Als eine der ersten BitTorrent-Anwendungen mit komfortabler grafischer Oberfläche setzte µTorrent zu seiner Zeit Maßstäbe und gilt insbesondere unter Windows-Nutzern als eine der verbreitetsten BitTorrent-Software-Lösungen.

Im Hauptfenster werden alle aktiven Transfers angezeigt; Detailansichten geben Aufschluss über einzelne Dateien innerhalb eines Torrents, verbundene Peers oder den Tracker-Status. Im Optionsmenü finden sich neben Bandbreiten- und Speichereinstellungen auch fortgeschrittene Funktionen wie Proxy-Unterstützung, Port-Mapping per UPnP und NAT-PMP, IPv6, Teredo-Tunneling sowie ein Fernzugriff über eine Weboberfläche in HTML.

Wesentlich für die Geschwindigkeit von µTorrent sind Hilfsverfahren wie Peer Exchange (PEX), Distributed Hash Table (DHT) und Local Peer Discovery (LPD), die Peers auch dann auffinden, wenn der zentrale Tracker nicht erreichbar ist. Mitbewerber wie Vuze oder BitComet zogen mit der Implementierung dieser Verfahren erst später nach.

In späteren Versionen geriet µTorrent wiederholt wegen mitinstallierter Werbe- und Zusatzkomponenten in die Kritik. Die freie Alternative qBittorrent wird seither von vielen Nutzern als ressourcenschonender und werbefreier Ersatz bevorzugt.

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