UNESCO

engl. United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation: Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die Erziehung, Wissenschaft und Kultur fördert.

Gegründet wurde die UNESCO 1945, ratifiziert 1946 in London. Deutschland trat ihr 1951 bei; mittlerweile gehören ihr knapp 200 Mitgliedstaaten an. Der Gründungsgedanke bezieht sich auf die Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg: Frieden lasse sich nicht allein durch wirtschaftliche oder politische Beziehungen zwischen Staaten sichern, sondern müsse „in der geistigen und moralischen Solidarität der Menschheit verankert werden” (Verfassung der UNESCO).

Organisatorisch besteht die UNESCO aus Generalkonferenz, Exekutivrat und Sekretariat, an dessen Spitze ein Generaldirektor steht. Seit 2017 leitet die französische Politikerin Audrey Azoulay die Organisation. Ihren Hauptsitz hat die UNESCO in Paris, Frankreich, unterhält in den jeweiligen Ländern aber sogenannte nationale UNESCO-Kommissionen.

Öffentlich wahrgenommen wird die UNESCO vor allem durch die Liste des Welterbes, in der besonders schützenswerte Kultur- und Naturdenkmäler verzeichnet sind. Hinzu kommen Programme zur Alphabetisierung, zum Schutz immateriellen Kulturerbes, zur Förderung der Pressefreiheit und zur Sicherung eines gleichberechtigten Zugangs zu Bildung weltweit.

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