Ukulele

Kleines Zupfinstrument mit hölzernem Korpus, das in der klassischen Form vier Saiten besitzt. Sechs- und achtsaitige Varianten sind seltener.

Im Aussehen ähnelt die Ukulele einer verkleinerten Gitarre; klanglich und durch die typische Reentrant-Stimmung (die oberste Saite klingt höher als die nächst tiefere) hebt sie sich jedoch deutlich von ihr ab. Gespielt wird sie meist mit den Fingern, seltener mit einem dünnen Filz- oder Kunststoffplektrum.

Das Instrument entstand Ende des 19. Jahrhunderts auf Hawaii und geht auf Kleingitarren wie die Machete zurück, die portugiesische Einwanderer mitbrachten. Den Aufstieg zum Massenphänomen erlebte die Ukulele in den 1920er-Jahren in den USA. Eine zweite Blütezeit setzte ab den 2000er-Jahren ein, getragen unter anderem von Spielern wie Jake Shimabukuro und von viralen Internetvideos.

Übliche Bauformen sind Sopran, Konzert, Tenor und Bariton, die sich in Größe, Stimmung und Klangcharakter unterscheiden. In Deutschland hat sich rund um die Ukulele eine lebendige Szene mit Festivals, Workshops und Spielkreisen etabliert.

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