UHD

UHD, Ultra-High-Definition: Sammelbezeichnung für Bild- und Fernsehnormen mit höherer Auflösung als die zuvor übliche HD-Klasse. Verbreitet sind heute UHD-4K (3.840 × 2.160 Bildpunkte, viermal so viele wie Full HD) und UHD-8K (7.680 × 4.320, sechzehnmal so viele).

Standardisiert wurde UHD ab 2012 von der Internationalen Fernmeldeunion (ITU-R BT.2020). Neben der reinen Auflösung umfasst UHD größere Farbräume, höhere Bildwiederholraten (bis 120 Hz und mehr) und High Dynamic Range (HDR) für deutlich kontrastreichere Darstellungen. HDR existiert in mehreren Varianten — HDR10 (offen), Dolby Vision (proprietär, dynamische Metadaten) und HLG (öffentlich-rechtlicher Rundfunk).

Im Heimbereich sind 4K-Fernseher heute Standardware; die Auflösung wird über die HEVC- (HEVC) und AV1-Codecs übertragen, auf Blu-ray-Discs in der Variante „Ultra HD Blu-ray” und über Streaming-Dienste wie Netflix, Disney+ und Prime Video. Live-TV überträgt UHD in Deutschland nur eingeschränkt — Pay-TV-Sender wie Sky senden ausgewählte Sportereignisse, die öffentlich-rechtlichen Sender starteten reguläre UHD-Ausstrahlungen schrittweise ab 2018.

UHD-8K bleibt im Massenmarkt bisher Nische. 8K-Fernseher sind seit den späten 2010er Jahren verfügbar, allerdings teuer und mangels nativer Inhalte vor allem für hochskaliertes Material genutzt. Auf der Produktionsseite haben 8K-Kameras im Filmgeschäft Verbreitung gefunden; Streaming-Dienste setzen UHD-8K bisher nicht regulär ein.

ESC