TLD
Top-Level-Domain, kurz TLD: höchste Ebene im hierarchisch organisierten Domain Name System. In einer Adresse wie www.example.de ist de die Top-Level-Domain.
Unterschieden werden grob zwei Hauptgruppen. Länderspezifische Top-Level-Domains (ccTLDs, country code TLDs) sind durch ISO-Ländercodes definiert und enthalten genau zwei Buchstaben, etwa de für Deutschland, at für Österreich, ch für die Schweiz, fr für Frankreich. Generische Top-Level-Domains (gTLDs) sind nicht an ein Land gebunden — klassische Beispiele sind com, org, net, info, später ergänzt um Spezial-TLDs wie edu, gov oder mil aus den USA. Eine Sonderform sind sogenannte sponsored TLDs wie museum oder aero für bestimmte Branchen.
2012 leitete die ICANN — die internationale Vergabestelle für Domainnamen — eine deutliche Erweiterung des TLD-Raumes ein („new gTLDs”). Seither sind hunderte neue Endungen verfügbar, darunter generische Schlagworte wie shop, app, blog und online, Markennamen wie google oder apple sowie regionale Begriffe wie berlin, koeln oder bayern. Internationalisierte Top-Level-Domains (IDN-TLDs) erlauben zudem Endungen in nicht-lateinischen Schriften, etwa 中国 für China.
Die zentrale Verwaltung jeder TLD übernimmt ein eigenes Registry. Für .de ist das die DENIC eG in Frankfurt am Main, die mit über 17 Millionen registrierten .de-Domains zu den größten Registries weltweit zählt. Vergeben werden einzelne Domainnamen über akkreditierte Registrare und deren Wiederverkäufer, also klassische Internetdienstleister wie 1&1, Strato oder InternetX.