Tetromino
Tetromino: geometrische Form, die aus vier zusammenhängenden Quadraten besteht. Tetrominos sind eine Unterart der allgemeineren Polyominoes — Formen aus n zusammenhängenden Einheitsquadraten.
Es existieren sieben unterschiedliche Tetromino-Formen, die in der Mathematik mit Buchstaben benannt werden, deren Aussehen sie ähneln: I (gerade Linie aus vier Quadraten), O (zwei mal zwei Quadrat), T, S, Z, L und J. Wer die Formen drehbar betrachtet, kommt auf fünf Klassen — S und Z bzw. L und J gehen ineinander über. Wer Drehungen und Spiegelungen unterscheidet, zählt 19 Varianten.
Eingeführt wurde der Begriff vom US-amerikanischen Mathematiker Solomon Golomb in den 1950er Jahren als Teil seiner Arbeiten zu Polyominoes. Breite Bekanntheit erlangten Tetrominos durch das Computerspiel Tetris, das 1984 vom sowjetischen Programmierer Alexei Paschitnow entwickelt wurde. Die sieben Standard-Tetrominos sind dort die spieleigenen Bausteine, die von oben in das Spielfeld fallen und vom Spieler in Reihen zusammengesetzt werden müssen.
Mathematisch interessant sind Tetrominos für Kombinatorik und Geometrie. So lassen sich vier Quadrat-Tetrominos nicht zu einem 4 × 4-Quadrat zusammenlegen — ein klassisches Beispiel für die Bedeutung der „freien” gegenüber der „gespiegelten” Form. Über die Spielwelt hinaus tauchen Tetromino-Formen auch in Architektur und Design auf, etwa im Spiel-, Stadtmöbel- oder Verpackungsdesign.