Tattoo

Tattoo, englisch für Tätowierung: farbiges Motiv, das dauerhaft unter die obere Hautschicht gestochen wird.

Der Begriff geht etymologisch auf das polynesische Wort „tatau” zurück, das durch die Südseereisen James Cooks in den europäischen Sprachraum gelangte. Beim Tätowieren wird mit einer elektrischen Maschine eine Nadel in hoher Frequenz unter die Haut bewegt, die dabei Pigmente in die Lederhaut einbringt. Tätowiermaschine, Farben, Arbeitsfläche und Haut müssen steril behandelt werden, da andernfalls Infektionen und Übertragungen blutübertragbarer Krankheiten drohen.

Historisch dienten Tätowierungen als Stammeszeichen, religiöse Markierung, Erkennungszeichen von Seeleuten oder zur Brandmarkung von Gefangenen. Im heutigen westlichen Kulturkreis sind Tattoos vorrangig Körperschmuck und Ausdruck individueller Identität; Schätzungen gehen davon aus, dass rund ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland tätowiert ist.

Permanente Tätowierungen lassen sich nur mit Aufwand und nicht immer rückstandsfrei entfernen, üblicherweise per Laserbehandlung über mehrere Sitzungen. Als Übergangslösung kommen zudem Henna-Tattoos sowie zeitlich begrenzte Klebe-Tattoos zum Einsatz.

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