Snooker
Snooker: Präzisionssport-Variante des Billardspiels, gespielt auf einem 12 mal 6 Fuß (rund 3,57 mal 1,78 Meter) großen Tisch mit insgesamt 22 Kugeln. Mit Stäben („Queues”) werden farbige Kugeln in einer festgelegten Reihenfolge in sechs Taschen versenkt.
Im Spielaufbau liegen 15 rote Kugeln in Dreiecksform und sechs Farbkugeln (Gelb, Grün, Braun, Blau, Rosa, Schwarz) an festgelegten Punkten. Beim Aufnahmestoß muss zunächst eine rote Kugel versenkt werden (1 Punkt), darauf folgt eine Farbkugel mit dem zugehörigen Punktwert (2 bis 7 Punkte). Farbkugeln werden nach dem Versenken wieder auf ihre Ausgangspunkte zurückgesetzt. Sind alle roten Kugeln gespielt, werden die Farbkugeln in der Reihenfolge ihrer Punktwerte aufgeräumt. Eine maximale Punktzahl in einem einzelnen Frame beträgt 147 Punkte („Maximum Break”).
Professionell wird Snooker vor allem im Vereinigten Königreich, in Irland, China und in mehreren weiteren asiatischen Staaten gespielt; die Welttour wird vom Verband World Snooker Tour organisiert. Bekannteste Turniere sind die jährlich im April und Mai im Crucible Theatre in Sheffield ausgetragene Snooker-Weltmeisterschaft, das UK Championship und der Masters in London — gemeinsam als „Triple Crown” bezeichnet. Bekannte Spieler waren oder sind unter anderem Stephen Hendry, Ronnie O’Sullivan und der walisische Mark Williams.
In Deutschland steigt das Interesse seit den 2000er Jahren, getragen durch die Übertragungen auf Eurosport und durch deutsche Profis wie Lukas Brecel — der allerdings für Belgien antritt. Die Deutsche Billard-Union führt den nationalen Spielbetrieb; das Snooker-German-Masters in Berlin ist seit 2011 ein fester Tournee-Stopp der World Snooker Tour.