Rap
Rap, vom englischen „to rap” („schnell sprechen”, „klopfen”): rhythmisch gesprochene Vortragsform, die in der HipHop-Kultur der 1970er Jahre in New York entstand und seither zur prägenden Stimme der populären Musik geworden ist.
Charakteristisch ist die Verbindung von Sprechgesang mit einem auf Beats — heute meist aus Drumcomputer und Sampler — basierenden musikalischen Untergrund. Die Texte folgen meist Reim-Strukturen und enthalten Wortspiele, Anspielungen und persönliche Themen. Rap ist eines der vier klassischen Elemente des Hip-Hop neben DJing, Breakdance und Graffiti.
Wegweisende Werke der Anfangszeit waren „Rapper’s Delight” von der Sugarhill Gang (1979), das erste kommerziell erfolgreiche Rap-Stück, und Grandmaster Flash & The Furious Fives „The Message” (1982). In den 1980er und 1990er Jahren etablierte sich Rap mit Künstlern wie Run-DMC, Public Enemy, Tupac Shakur, The Notorious B.I.G. und Wu-Tang Clan in den Charts. Seit den 2000er Jahren dominieren Rap und Hip-Hop weite Teile der globalen Pop-Charts, getragen unter anderem von Eminem, Jay-Z, Kanye West, Drake und Kendrick Lamar.
In Deutschland setzte sich Rap ab Anfang der 1990er Jahre durch. Pioniere wie Advanced Chemistry und Die Fantastischen Vier ebneten den Weg; ab Ende der 1990er rückten Acts wie Aggro Berlin, Kollegah, Bushido, Sido, Cro, Apache 207 und 01099 in den Mainstream. Stilistische Subgenres reichen von politisch-bewusstem „Conscious Rap” über melodischen „Cloud Rap” und Trap bis zum harten Battle- und Gangsta-Rap.