PlayStation Vita
PlayStation Vita, kurz PS Vita: tragbare Spielkonsole von Sony Computer Entertainment, vorgestellt im Dezember 2011 in Japan und im Februar 2012 in Europa. Sie ist der direkte Nachfolger der PSP und positionierte sich als handlich-leistungsstarke Antwort auf den damals stark wachsenden Smartphone-Markt.
Technisch verfügte die PS Vita über ein für ihre Zeit hochauflösendes 5-Zoll-OLED-Display, einen ARM-Cortex-A9-Vierkernprozessor und einen dedizierten Grafikchip. Steuerung erfolgte über zwei analoge Sticks, ein klassisches Steuerkreuz, das übliche Aktionstasten-Set sowie zusätzlich über einen rückseitigen Touchpad und einen Touchscreen vorne. Daneben verfügte das Gerät über Bewegungssensoren, GPS (in der 3G-Variante) und Kameras.
Spielmechanisch bot die PS Vita Online-Multiplayer, Fern-Spielen mit der PS4 („Remote Play”), eine eigene App-Plattform mit kostenlosen und kostenpflichtigen Anwendungen sowie zahlreiche Konsolen-Spiele-Ports und Indie-Titel. Bekannte exklusive Spiele waren „Uncharted: Golden Abyss”, „Killzone: Mercenary”, „Persona 4 Golden” und „Tearaway”.
Kommerziell konnte die PS Vita ihre Erwartungen nicht erfüllen. Mit weltweit rund 16 Millionen verkauften Geräten blieb sie deutlich hinter dem Nintendo-Konkurrenten 3DS zurück und auch hinter der eigenen Vorgängerin PSP. Hauptgrund war der starke Aufstieg von iOS- und Android-Smartphones als alternative Mobil-Gaming-Plattform. Sony stellte die Produktion der PS Vita 2019 ein und blieb damit für längere Zeit ohne eigene Handheld-Konsole; entsprechende Pläne für einen Nachfolger werden seither immer wieder diskutiert.