Oktoberfest

Oktoberfest, im bayerischen Sprachgebrauch auch „Wiesn”: traditionelles Volksfest in München, das jährlich von Mitte September bis Anfang Oktober auf der Theresienwiese stattfindet. Mit rund sechs Millionen Besuchern in normalen Jahren gilt es als größtes Volksfest der Welt.

Die Wurzeln des Festes reichen zurück auf das Hochzeitsfest des bayerischen Kronprinzen Ludwig (später Ludwig I.) mit Therese von Sachsen-Hildburghausen am 12. Oktober 1810. Nach den Hochzeitsfeierlichkeiten fand auf einer Wiese vor der Stadt — der späteren Theresienwiese — ein öffentliches Pferderennen statt, das in den Folgejahren wiederholt wurde. Daraus entwickelte sich das heutige Volksfest, das seit Mitte des 19. Jahrhunderts kontinuierlich erweitert wurde.

Kern des Oktoberfests sind die 14 großen Bierzelte der Münchner Brauereien (unter anderem Augustiner, Hofbräu, Paulaner, Spaten, Hacker-Pschorr und Löwenbräu), in denen ausschließlich das in München gebraute „Oktoberfestbier” mit 13–14 Prozent Stammwürze ausgeschenkt wird. Hinzu kommen ein Vergnügungspark mit Achterbahnen, Karussells und Hochfahrgeschäften, Schießbuden, Süßwarenstände und die Trachten-Tradition: viele Besucher tragen Dirndl und Lederhose.

Wirtschaftlich gilt das Oktoberfest als größte regionale Umsatzveranstaltung Münchens mit einem geschätzten Wirtschaftseffekt von über einer Milliarde Euro. Wegen der COVID-19-Pandemie fiel es 2020 und 2021 aus. Sicherheitsaspekte spielen eine prominente Rolle, geprägt durch das Attentat von 1980, bei dem 13 Menschen ums Leben kamen, sowie durch ein deutlich verschärftes Sicherheits- und Zugangskonzept seit den 2010er Jahren.

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