Node.js
Node.js: quelloffene, serverseitige Laufzeitumgebung für JavaScript, basierend auf der Engine V8 aus dem Chromium-Projekt. Mit Node.js lässt sich JavaScript-Code außerhalb des Browsers ausführen — als Backend einer Webanwendung, als Kommandozeilenwerkzeug, in Build-Pipelines oder als Steuerungsschicht für Embedded-Hardware.
Entwickelt wurde Node.js ab 2009 von Ryan Dahl. Hintergrund war die Idee, mit asynchroner, ereignisgesteuerter Programmierung viele parallele Verbindungen ressourcenschonend bedienen zu können — etwa für Echtzeit-Anwendungen wie Chat, Live-Streams oder Telemetrie. Statt klassischer Threads nutzt Node.js eine zentrale Event-Loop mit nicht-blockierenden Eingabe- und Ausgabeoperationen.
Eine wesentliche Stärke ist das Modulsystem npm (Node Package Manager), das mit mehreren Millionen offen verfügbaren Paketen das größte Software-Repository der Welt darstellt. Über npm-Pakete werden Webserver-Frameworks (Express, Fastify, Koa), Test-Werkzeuge (Jest, Vitest), Build-Tools (Webpack, Vite, esbuild), Datenbank-Treiber und unzählige Hilfsbibliotheken eingebunden. Die ähnlich konzipierten Werkzeuge Yarn und pnpm sind alternative Paketmanager mit teils abweichendem Auflösungs-Verhalten.
Pflege und Entwicklung verantwortet seit 2015 die offene OpenJS Foundation. Etwa alle sechs Monate erscheint eine neue Hauptversion; gerade nummerierte Releases sind als Long-Term-Support-Versionen für den produktiven Einsatz gedacht. Konkurrierende JavaScript-Laufzeitumgebungen sind Deno (ebenfalls von Ryan Dahl, mit strengerem Sicherheitsmodell) und Bun, das vor allem auf Geschwindigkeit setzt.