Netzneutralität

Netzneutralität, abgekürzt NN: Prinzip für die Ordnung des Internets, nach dem alle Datenpakete ohne Priorisierung gesendet und empfangen werden können. Konkret bedeutet Netzneutralität, dass Datenpakete mit gleicher Geschwindigkeit und gleichberechtigt übertragen werden, unabhängig von Absender, Empfänger, Inhalt oder Anwendung.

Aus ökonomischer Sicht profitieren von diesem Prinzip vor allem Online-Anbieter wie Google oder Amazon, da diese trotz des hohen Traffics, den sie generieren, keine zusätzlichen Kosten beim Netzbetreiber tragen. Einige Netzbetreiber sehen darin einen wirtschaftlichen Nachteil und fordern ein eigenes „Netzwerkmanagement” mit der Möglichkeit, einzelne Dienste zu priorisieren oder zu drosseln.

In der EU ist Netzneutralität seit 2015 gesetzlich verankert; eine Verordnung untersagt Provider-Eingriffe in den Datenverkehr mit eng begrenzten Ausnahmen. In den USA war die entsprechende Regelung der Bundesbehörde FCC mehrfach Gegenstand politischer Umkehrungen – sie wurde 2017 weitgehend aufgehoben und in den Folgejahren teils wieder restauriert. Befürworter sehen in jeder Aufweichung der Netzneutralität ein unrechtmäßiges Eingreifen in das offene Internet.

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