Netbook
Netbook: kurzlebige Hardware-Kategorie kleiner, leichter und kostengünstiger Notebooks, die zwischen 2007 und 2013 weit verbreitet war. Netbooks waren primär auf einfache Internet-Anwendungen ausgelegt — Surfen, E-Mail, Office-Dokumente — und verzichteten zugunsten von Preis und Akkulaufzeit auf rechenintensive Anwendungen.
Den Startpunkt setzte 2007 der ASUS Eee PC mit einem 7-Zoll-Bildschirm, einem Intel-Celeron-Prozessor und einer SSD mit 4 Gigabyte Speicher. Innerhalb weniger Monate brachten Konkurrenten wie Acer (Aspire One), MSI (Wind), HP (Mini), Dell (Inspiron Mini) und Samsung eigene Netbooks heraus. Charakteristisch war eine Bildschirmdiagonale zwischen 7 und 10 Zoll, ein Intel-Atom-Prozessor und Preise zwischen 250 und 400 Euro.
Mit dem Aufstieg von Tablets — vor allem dem iPad ab 2010 — und immer leichteren Standard-Notebooks verlor die Netbook-Kategorie schnell an Marktanteil. Die eingeschränkte Leistung der Atom-Prozessoren, kleine Bildschirme und das Fehlen einer Tastatur, die für längere Eingaben taugte, machten den Schritt zu Ultrabooks und Tablets unausweichlich. 2013 stellten die meisten Hersteller ihre Netbook-Linien ein.
Die grundlegende Idee — günstiges, mobiles Internet-Gerät — lebt in mehreren Kategorien fort: Chromebooks (vor allem im Bildungsumfeld), günstige Convertibles mit Windows 10/11 in S-Mode-Konfiguration und in Form leistungsstarker Tablets mit Tastatur-Andocken. In der Rückschau gilt das Netbook als wichtiger Schritt zwischen klassischem Notebook und der Smartphone- bzw. Tablet-Welle der 2010er Jahre.