MySpace
MySpace: 2003 in Kalifornien gegründete Social-Network- und Online-Community-Plattform, die in der zweiten Hälfte der 2000er-Jahre zu den meistbesuchten Websites weltweit zählte und insbesondere für die Vermarktung unbekannter Musiker prägend war.
Registrierte Nutzer konnten auf MySpace ein eigenes Profil anlegen, dieses durch HTML- und CSS-Anpassungen stark personalisieren und über sogenannte „Adds” andere Mitglieder als Freunde hinzufügen. Eine Besonderheit waren spezielle Künstlerprofile, über die Bands und Solomusiker eigene Songs hochladen, ein Publikum aufbauen und mit anderen Acts in Kontakt treten konnten. Zahlreiche später bekannte Künstler, darunter Arctic Monkeys, Lily Allen oder Adele, erlangten erstmals über MySpace größere Aufmerksamkeit.
MySpace wurde 2003 von Tom Anderson und Chris DeWolfe gegründet. 2005 übernahm der Medienkonzern News Corporation von Rupert Murdoch das Unternehmen für 580 Millionen US-Dollar. Im Sommer 2007 zählte die Plattform über 180 Millionen registrierte Mitglieder und wurde überwiegend durch Werbeeinnahmen finanziert.
Mit dem rasanten Aufstieg von Facebook ab 2008 verlor MySpace innerhalb weniger Jahre fast vollständig an Bedeutung. 2011 verkaufte News Corp das Unternehmen für nur noch 35 Millionen US-Dollar an Specific Media, später wechselte es mehrfach den Eigentümer. MySpace existiert heute nur noch als Nischenangebot mit Musikfokus und gilt als klassisches Beispiel für den schnellen Bedeutungsverlust einer einst dominierenden Online-Plattform.