MP3

MP3: weit verbreitetes Speicherformat für Audiodaten, das den Datenumfang gegenüber einer unkomprimierten Audio-CD-Aufnahme um den Faktor zehn oder mehr reduziert, ohne dass beim Hören ein deutlich wahrnehmbarer Qualitätsverlust entsteht.

Die Kompression beruht auf einem psychoakustischen Modell: Klanganteile, die das menschliche Gehör ohnehin kaum oder gar nicht wahrnimmt, werden gezielt weggelassen. Durch diese kleine Dateigröße ließen sich Musikstücke erstmals praktikabel über das Internet übertragen und in großer Zahl auf tragbaren Geräten speichern. MP3 wurde damit zur technischen Grundlage für die Verbreitung von Musiktauschbörsen wie Napster ab Ende der 1990er-Jahre und für die Massenvermarktung mobiler MP3-Player, allen voran Apples iPod.

Die Abkürzung steht für „MPEG-1 Audio Layer III”. Das Format wurde ab Mitte der 1980er-Jahre maßgeblich am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen entwickelt und 1992 als Teil des MPEG-1-Standards verabschiedet. Die letzten relevanten Patente liefen 2017 aus; seither ist MP3 lizenzfrei nutzbar.

Im Privatgebrauch wurde MP3 inzwischen weitgehend durch Streaming-Dienste wie Spotify, Apple Music oder Deezer abgelöst, die intern auf modernere Codecs wie AAC und Opus setzen. Als universell unterstütztes Audioformat bleibt MP3 dennoch verbreitet und insbesondere für Podcasts der De-facto-Standard.

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