Modding

Modding, vom englischen „to modify” („verändern”): Sammelbezeichnung für die Modifikation von Hard- oder Software durch Endnutzer — meist über das vom Hersteller vorgesehene Maß hinaus.

Im Hardware-Bereich umfasst Modding vor allem das sogenannte Case-Modding, bei dem das Gehäuse eines PCs optisch und teils funktional umgestaltet wird — etwa durch farbige LED-Beleuchtung, transparente Seitenwände, individuell zugeschnittene Wasserkühlungen oder selbstgebaute Frontblenden. Auch Spielkonsolen, Smartphones und retro-Computer werden modifiziert, häufig um Erweiterungen einzubauen, defekte Komponenten zu ersetzen oder zusätzliche Schnittstellen verfügbar zu machen.

Im Software-Bereich bezeichnet Modding vor allem das Erstellen von Mods, also nachträglichen Modifikationen für Computerspiele. Bekannte Beispiele sind die zahlreichen Modifikationen für „The Elder Scrolls V: Skyrim”, „Minecraft”, „Stardew Valley” und „Cities: Skylines”. Verbreitungsplattformen wie Nexus Mods, Steam Workshop oder mod.io haben das Modden in den letzten Jahren deutlich erleichtert.

Abzugrenzen ist Modding vom reinen Tuning, das in der Regel auf Leistungssteigerung zielt — etwa Overclocking von Prozessoren — und vom Jailbreaking, das die Sicherheitsmechanismen eines Geräts umgeht, um nicht vorgesehene Software ausführen zu können. Die rechtliche Bewertung hängt vom Einzelfall ab: Software-Mods bewegen sich häufig in der Grauzone des Urheberrechts, Hardware-Modifikationen können Garantie- und Haftungsansprüche entfallen lassen.

ESC