Mobilfunk

Mobilfunk: drahtlose Sprach- und Datenübertragung zwischen mobilen Endgeräten und Mobilfunknetzen. Klassisches Anwendungsgebiet ist die Handy- und Smartphone-Telefonie sowie der mobile Internet-Zugang über die Standards GSM (2G), UMTS (3G), LTE (4G) und 5G.

Technisch arbeiten Mobilfunknetze mit einem Zellenkonzept. Ein Versorgungsgebiet wird in Funkzellen aufgeteilt, jede Zelle wird von einer Basisstation („Cell Site”) versorgt; bei Bewegung des Endgeräts übernimmt eine Nachbarzelle automatisch die Verbindung („Handover”). Über Kernnetze sind die Basisstationen mit dem Internet, dem klassischen Telefonnetz und untereinander verbunden.

In Deutschland betreiben drei Netzbetreiber eigene Mobilfunknetze: die Deutsche Telekom (Marke T-Mobile), Vodafone und Telefónica (Marke O2). Seit 2019 baut United Internet als vierter Netzbetreiber (Marke 1&1) ein eigenes 5G-Netz auf. Daneben existieren Service-Provider und Discounter wie congstar, freenet, Aldi Talk und Premium-Marken wie Otelo und Klarmobil, die die Netze der drei großen Anbieter nutzen.

Regulatorisch wird Mobilfunk in Deutschland von der Bundesnetzagentur überwacht, die Frequenzen versteigert und die Netzbetreiber zur Versorgung verpflichtet. Im internationalen Maßstab koordiniert die GSMA — der Mobilfunk-Industrieverband — Standards und Roaming-Vereinbarungen. EU-weit gilt seit 2017 die „Roam like at Home”-Regelung, die Roaming-Aufschläge bei Reisen innerhalb der EU weitgehend abgeschafft hat.

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