Medienkompetenz

Medienkompetenz: vom Erziehungswissenschaftler Dieter Baacke geprägter Begriff für die Fähigkeit, Medien kritisch, reflektiert und aktiv zu nutzen sowie eigene Inhalte zu gestalten.

Begriffsgeschichtlich knüpft die Medienkompetenz an Hans Magnus Enzensbergers Forderung aus den späten 1960er-Jahren an, die Bevölkerung solle nicht nur Empfänger, sondern auch Produzent von Medien sein. Baacke entwickelte daraus in den 1990er-Jahren ein Modell, das Medienkompetenz in vier Dimensionen unterteilt: Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung.

Stand früher der Umgang mit Massenmedien wie Rundfunk, Fernsehen und Kino im Vordergrund, dominieren heute Fragen rund um Internet, soziale Netzwerke und mobile Geräte. Zentrale Themen sind der Schutz vor Falschinformationen und Hassrede, der reflektierte Umgang mit Algorithmen und Tracking, Datenschutz sowie Suchterprävention. Mit der Verbreitung generativer KI-Werkzeuge gewinnt zusätzlich das Erkennen synthetischer Inhalte an Bedeutung.

Medienkompetenz ist fester Bestandteil schulischer Bildungspläne in Deutschland. Initiativen wie „klicksafe”, „Internet-ABC” oder „Ein Netz für Kinder” unterstützen Eltern, Pädagogen und Kinder im Umgang mit digitalen Medien.

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