Malware

Malware, Kunstwort aus „malicious software” (englisch: bösartige Software): Sammelbegriff für alle Programme, die ohne Wissen oder Einverständnis des Nutzers auf einem Computer-System Schaden anrichten, Daten ausspähen oder es fremden Zwecken dienstbar machen.

Malware umfasst mehrere Unterklassen mit unterschiedlichem Verhalten. Ein Virus hängt sich an eine Wirtsdatei und verbreitet sich, sobald diese ausgeführt wird. Ein Wurm pflanzt sich eigenständig über Netzwerke fort und nutzt häufig ungepatchte Sicherheitslücken. Ein Trojaner tarnt sich als harmlose Anwendung und schleust unbemerkt eine Schadkomponente ein. Ransomware verschlüsselt Daten und erpresst Lösegeld. Spyware sammelt Nutzungsdaten und Passwörter, Adware blendet ungewollte Werbung ein, und Rootkits manipulieren das Betriebssystem so, dass sie selbst und andere Schadkomponenten unsichtbar bleiben.

Verbreitet wird Malware unter anderem über manipulierte E-Mail-Anhänge, präparierte Webseiten („Drive-by Download”), infizierte USB-Sticks, unsichere Software aus Drittquellen sowie gezielte Phishing-Angriffe. Mit der Verbreitung mobiler Geräte und IoT-Hardware sind auch Smartphones, Router und Smart-Home-Geräte zunehmend Angriffsziele.

Zum Schutz dienen aktuelle Betriebssystem-Updates, restriktive Nutzerrechte, ein modernes Antivirenprogramm (etwa Microsoft Defender oder kommerzielle Suiten von Bitdefender, Kaspersky, ESET) sowie aufmerksames Verhalten beim Öffnen von Anhängen und Links. Auf Server-Seite spielen Firewalls, regelmäßige Patches und Backup-Strategien eine zentrale Rolle in der Schadensbegrenzung.

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