Kölner Dom

Kölner Dom, vollständig „Hohe Domkirche Sankt Petrus”: gotische römisch-katholische Kathedrale in Köln, Hauptkirche des Erzbistums Köln und Sitz des Kölner Erzbischofs. Der Dom gilt als Wahrzeichen der Stadt und gehört seit 1996 zum UNESCO-Welterbe.

Der Bau begann am 15. August 1248 unter Erzbischof Konrad von Hochstaden als Ersatz für eine ältere Kirchenanlage. Im Jahr 1322 wurde der erste Bauabschnitt — der Chor — geweiht. Mit dem Niedergang der wirtschaftlichen und politischen Bedeutung Kölns geriet der Bau ab 1473 ins Stocken; über drei Jahrhunderte blieb der Dom unvollendet. Ab 1842 wurde der Bau im Geist der romantischen Mittelalter-Begeisterung wieder aufgenommen und 1880 in Anwesenheit Kaiser Wilhelms I. vollendet.

Architektonisch ist der Dom ein Hauptwerk der Hochgotik. Mit einer Länge von 144 Metern, einer Höhe der Türme von 157 Metern und einem inneren Fußraum von rund 8.000 Quadratmetern war er bis zur Eröffnung des Washington Monuments 1884 das höchste Bauwerk der Welt. Im Inneren befinden sich der Dreikönigenschrein — eines der bedeutendsten Goldschmiede-Werke des Hochmittelalters, das die Reliquien der drei Heiligen Könige enthält —, das Gero-Kreuz aus dem späten 10. Jahrhundert und das ungewöhnliche, von Gerhard Richter gestaltete Südquerhaus-Fenster aus dem Jahr 2007.

Den Zweiten Weltkrieg überstand der Dom relativ unbeschädigt, während die umliegende Innenstadt nahezu vollständig zerstört wurde. Heute ist der Kölner Dom mit jährlich über sechs Millionen Besuchern eines der meistbesuchten Bauwerke Deutschlands; zugleich bleibt er aktiv genutzte Kathedrale mit täglich mehreren Gottesdiensten.

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