Klimawandel

Klimawandel, im aktuellen Kontext meist als anthropogener Klimawandel bezeichnet: langfristige Veränderung des globalen Klimasystems, vor allem ausgelöst durch die Erwärmung der Erdatmosphäre infolge menschlich verursachter Treibhausgas-Emissionen.

Hauptursache ist die seit der industriellen Revolution stark gestiegene Konzentration der Treibhausgase Kohlendioxid (CO₂), Methan und Lachgas in der Atmosphäre. Diese Gase verstärken den natürlichen Treibhauseffekt und führen zu einer Erwärmung der Erdoberfläche. Wissenschaftlicher Konsens — vertreten unter anderem im Weltklimarat IPCC der Vereinten Nationen — schreibt der menschlichen Aktivität den überwiegenden Anteil an der seit der vorindustriellen Zeit beobachteten Erwärmung von rund 1,2 °C zu.

Folgen sind unter anderem das Abschmelzen der Pol- und Gletscher-Eisflächen, der Anstieg des Meeresspiegels, häufigere und intensivere Hitzewellen, Dürreperioden sowie Unwetter wie Starkregen und Stürme. Klimaprojektionen rechnen damit, dass diese Auswirkungen sich bei ungebremstem Emissions-Trend in den kommenden Jahrzehnten weiter verstärken.

Politisch ist der Klimaschutz Gegenstand internationaler Vereinbarungen — vor allem des Pariser Klimaabkommens von 2015, das die Begrenzung der globalen Erwärmung auf möglichst 1,5 °C zum Ziel hat. In der EU regelt das Europäische Klimagesetz die Verpflichtung zur Klimaneutralität bis 2050; in Deutschland wurde das Klimaschutzgesetz nach dem Klima-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts 2021 verschärft. Maßnahmen reichen vom Ausbau erneuerbarer Energien über CO₂-Preise und Wärmeplanung bis zur Anpassung an bereits stattfindende Klimaveränderungen.

ESC