IQ
IQ, Abkürzung für Intelligenzquotient: Maßzahl für die in einem standardisierten Test ermittelten kognitiven Fähigkeiten eines Menschen.
Den Begriff prägte 1912 der deutsche Psychologe William Stern. Der erste systematische Intelligenztest war jedoch bereits 1904 von Alfred Binet und Théodore Simon in Frankreich entwickelt worden, um Schulkinder mit besonderem Förderbedarf zu identifizieren.
Intelligenz bezeichnet das Vermögen, geplant, organisiert und sinnvoll zu denken sowie angemessen zu handeln. Der IQ dient als Messgröße und wird über einen IQ-Test berechnet, der sich aus mehreren Aufgabentypen zusammensetzt – etwa zu Sprachverständnis, logischem Schlussfolgern, räumlichem Vorstellungsvermögen und Arbeitsgedächtnis. Die Ergebnisse werden auf eine Bezugsgruppe normiert, sodass der Mittelwert per Definition bei 100 liegt und die Standardabweichung bei 15.
Etwa 68 Prozent der Bevölkerung erzielen einen IQ zwischen 85 und 115. Ein IQ über 130 gilt als hochbegabt, ein IQ unter 70 als unterdurchschnittlich im Sinne einer kognitiven Beeinträchtigung. Verbreitete Testverfahren sind unter anderem der Wechsler-Intelligenztest (WAIS) und der Stanford-Binet-Test.