HTTP
Hypertext Transfer Protocol, kurz HTTP: zustandsloses Anwendungsprotokoll auf Basis von TCP/IP, das die Übertragung von Inhalten zwischen Webbrowser und Webserver regelt und damit die technische Grundlage des World Wide Web bildet.
Eine HTTP-Kommunikation besteht aus einer Anfrage des Clients („Request”) und einer Antwort des Servers („Response”). Beide enthalten neben den eigentlichen Daten Kopfzeilen mit Metainformationen sowie einen Statuscode wie 200 (OK), 301 (Weiterleitung), 404 (nicht gefunden) oder 500 (Serverfehler). Verbreitete Methoden sind GET zum Abruf einer Ressource, POST zum Übermitteln von Formulardaten sowie PUT, DELETE und PATCH im Zusammenspiel mit Programmierschnittstellen (APIs).
Entwickelt wurde HTTP Anfang der 1990er Jahre am CERN durch Tim Berners-Lee, parallel zur Auszeichnungssprache HTML und der URL-Notation. Die heute noch verbreitete Version HTTP/1.1 wurde 1997 standardisiert. HTTP/2 brachte 2015 binäre Übertragung, Multiplexing und Header-Kompression; HTTP/3 setzt seit 2022 auf das transportprotokoll QUIC und reduziert damit Latenzen weiter.
Sicherheitskritische Kommunikation läuft heute fast ausschließlich über HTTPS, die mit TLS verschlüsselte Variante von HTTP. Moderne Browser markieren reine HTTP-Verbindungen als unsicher, und Webserver leiten den Aufruf einer http://-Adresse meist per 301-Weiterleitung auf die https://-Variante um.