Homöopathie

Homöopathie: wissenschaftlich nicht anerkannte, alternative Heilmethode, die der deutsche Arzt Samuel Hahnemann Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte und 1796 erstmals vorstellte.

Grundlage der Homöopathie ist das Ähnlichkeitsprinzip („Similia similibus curentur“): Ein Stoff, der bei Gesunden ähnliche Symptome hervorruft wie die zu behandelnde Erkrankung, soll diese Erkrankung lindern können. Der Wirkstoff wird dabei stark verdünnt; je höher die Verdünnungsstufe („Potenz“), desto größer schreiben Anhänger der Methode die Wirksamkeit zu. Die Verdünnung erfolgt in einem ritualisierten Vorgang, dem Potenzieren. Bei hohen Potenzen (etwa C30 oder D30) ist statistisch kein einziges Molekül des Ausgangsstoffs mehr in der Zubereitung enthalten.

Aus naturwissenschaftlicher Sicht widerspricht die Methode grundlegenden Erkenntnissen von Chemie und Pharmakologie. Klinische Studien zeigen keinen Wirksamkeitsnachweis über den Placebo-Effekt hinaus; in mehreren Ländern wurden die Kostenübernahme durch Krankenkassen und die ärztliche Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ in den 2010er- und 2020er-Jahren eingeschränkt oder abgeschafft.

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