Hochschulreife

Hochschulreife: in Deutschland und vielen weiteren Ländern verbreitete Bezeichnung für den schulischen Abschluss, der zum Studium an Hochschulen berechtigt. Je nach Reichweite wird zwischen allgemeiner Hochschulreife (in der Regel Abitur), fachgebundener Hochschulreife und Fachhochschulreife unterschieden.

Die allgemeine Hochschulreife (Abitur) berechtigt zum Studium aller Fächer an allen Hochschulen Deutschlands. Sie wird in der Regel nach zwölf oder dreizehn Schuljahren am Gymnasium oder einer Gesamtschule durch eine zentrale Abiturprüfung erworben; in einigen Bundesländern ist sie auch an Berufsoberschulen, Kollegs oder im Zweiten Bildungsweg erreichbar.

Die fachgebundene Hochschulreife berechtigt zum Studium bestimmter Fachrichtungen an Universitäten und allen Fachrichtungen an Fachhochschulen. Sie wird meist an beruflichen Schulen oder Fachoberschulen erworben. Die Fachhochschulreife schließlich berechtigt zum Studium an Fachhochschulen sowie an einigen Universitäten in NRW und in begrenztem Umfang in anderen Bundesländern. Sie kann an Fachoberschulen oder durch eine Kombination schulischer und beruflicher Leistungen erworben werden.

International existieren vergleichbare Abschlüsse mit eigenen Bezeichnungen — etwa die Matura in Österreich und der Schweiz, das Baccalauréat in Frankreich, das A-Level-Bündel im Vereinigten Königreich oder der High-School-Diploma-plus-SAT-Standard in den USA. Über das Internationale Baccalaureat (IB) und das European Baccalaureate existieren transnational anerkannte Hochschulreife-Abschlüsse.

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