Hawaii
Hawaii: 50. US-Bundesstaat, gelegen im zentralen Pazifik etwa 4.000 Kilometer südwestlich des US-Festlands. Hawaii ist der einzige US-Bundesstaat, der vollständig aus Inseln besteht — acht Hauptinseln und über 130 kleinere Inseln formen einen Inselbogen von rund 2.400 Kilometern Länge.
Geografisch sind die hawaiianischen Inseln vulkanischen Ursprungs. Die Big Island (Hawaii Island) beherbergt mit dem Mauna Loa und dem Mauna Kea zwei der höchsten Vulkane der Welt — gemessen vom Meeresgrund bis zur Spitze ist der Mauna Kea mit über 10.000 Metern höher als der Mount Everest. Hauptstadt und größte Stadt ist Honolulu auf der Insel Oʻahu. Hawaii hat rund 1,4 Millionen Einwohner.
Politisch gehörte Hawaii bis ins späte 19. Jahrhundert zu einer eigenständigen polynesischen Königsmonarchie. 1893 stürzten US-amerikanische Kaufleute mit Unterstützung von US-Marines die Königin Liliʻuokalani; 1898 wurde Hawaii als US-Territorium annektiert. Im Zweiten Weltkrieg geriet Hawaii am 7. Dezember 1941 mit dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor in den Krieg. Erst 1959 wurde Hawaii als 50. US-Bundesstaat aufgenommen.
Wirtschaftlich tragen Tourismus, Militär (mehrere große US-Stützpunkte), Land- und Fischwirtschaft sowie internationale Wissenschafts-Einrichtungen den Bundesstaat. Kulturell ist Hawaii stark von der polynesischen Tradition geprägt — sichtbar in der Sprache (Hawaiianisch als Co-Amtssprache neben Englisch), in Musik und Tanz (Hula, Slack-Key-Guitar) sowie in Sport und Surfen, das in der modernen Form auf Hawaii entwickelt wurde.