Hacking
Hacking, umgangssprachlich auch „Hacken“ oder „Knacken“: das gezielte Umgehen oder Aushebeln von Sicherheitsmechanismen in IT-Systemen, im engeren Sinne das unbefugte Eindringen in fremde Netze und Rechner.
Beim Hacking versucht der Hacker, Informationen auszulesen oder zu verändern, Software zu manipulieren oder ein System selbst zu steuern. Dazu werden Sicherheitsvorkehrungen umgangen, Passwörter erraten oder Schwachstellen in Programmen und Protokollen ausgenutzt. Je nach Auftrag und Motivation kann Hacking legal sein – etwa als beauftragtes Penetration Testing, im Rahmen von Bug-Bounty-Programmen oder zur Erforschung von Sicherheitslücken – oder strafbar, etwa bei Datendiebstahl, Erpressung oder Industriespionage.
Die ursprüngliche Motivation des Hacking war, auf unentdeckte Systemfehler aufmerksam zu machen. Auf die von Steven Levy 1984 formulierte Hackerethik berief sich auch Karl Koch, einer der bekanntesten deutschen Hacker der 1980er-Jahre, dessen KGB-Hack-Affäre 1989 international Aufsehen erregte. Heute prägen Gruppen wie Anonymous oder der Chaos Computer Club (CCC) das öffentliche Bild des Hacking.