Hack

Hack, vom englischen „to hack“: kreatives oder unbefugtes Umgehen technischer Sperren, im engeren Sinne das Eindringen in fremde IT-Systeme. In einer umgangssprachlich erweiterten Bedeutung steht „Hack“ auch für jeden findigen, oft unkonventionellen Trick, ein Problem zu lösen (vgl. „Life Hack“).

In der sicherheitstechnischen Bedeutung dringt ein Hacker in fremde Netzwerke, Server oder Computer ein, um Daten auszulesen oder zu verändern, Software zu manipulieren oder Schwachstellen offenzulegen. Dazu werden Sicherheitsvorkehrungen umgangen, Passwörter erraten oder über Schadsoftware Zugriffe erschlichen. Je nach Motivation unterscheidet man White-Hat-Hacks (legal, im Auftrag oder als Bug-Bounty), Black-Hat-Hacks (kriminell, etwa zu Spionage oder Erpressung) und Grey-Hat-Hacks dazwischen.

Historisch geht das Wort auf die MIT-Kultur der 1960er-Jahre zurück und bezeichnete dort einen besonders eleganten oder verspielten technischen Eingriff. Die von Steven Levy in „Hackers” (1984) formulierte Hackerethik betont Informationsfreiheit, die freie Weitergabe von Wissen und das Misstrauen gegenüber Autoritäten. Zu den historisch prominenten Einzelfällen zählen der KGB-Hack um Karl Koch (1989) und der Sony-Pictures-Hack (2014); aktuell bestimmen vor allem Datenlecks und Ransomware-Angriffe die Berichterstattung.

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