Green-IT

Green-IT, auch nachhaltige IT: Sammelbegriff für die umwelt- und ressourcenschonende Gestaltung, Produktion, Nutzung und Entsorgung von Informations- und Kommunikationstechnik.

Im Fokus stehen die Reduktion des Energieverbrauchs von Endgeräten und Rechenzentren, der sparsame Einsatz von Rohstoffen, längere Produktlebenszyklen sowie das Recycling ausgedienter Hardware. Ein bekanntes Kennzeichen energieeffizienter Geräte ist der Energy Star, ein 1992 von der US-Umweltbehörde EPA eingeführtes und 2002 auf Deutschland und die EU ausgeweitetes Label.

Mit der Green-IT befassen sich heute zahlreiche Unternehmen, Verbände und NGOs, etwa der Branchenverband BITKOM, IT-Konzerne wie IBM, Fujitsu und Siemens sowie Umweltorganisationen wie Greenpeace. Treiber sind nicht zuletzt die stark gestiegenen Stromkosten und der CO2-Fußabdruck der IT-Branche; Schätzungen verschiedener Studien siedeln dessen Anteil an den globalen Emissionen je nach Methodik zwischen rund zwei und vier Prozent an und damit in der Größenordnung des internationalen Luftverkehrs.

Kritiker monieren, dass viele Green-IT-Maßnahmen vor allem dem Marketing dienen und die absolute Umweltbelastung der Branche – insbesondere durch immer leistungshungrigere Rechenzentren für Cloud-Dienste und KI – trotz aller Effizienzgewinne weiter wächst.

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