Filesharing (Sharing)
Filesharing, umgangssprachlich Sharing, englisch für Datenaustausch: Senden und Empfangen von Dateien zwischen zwei oder mehreren Rechnern im Internet.
Zur Übertragung der Daten wird ein Filesharing-Protokoll genutzt, das über einen sogenannten Client (zum Beispiel qBittorrent oder Transmission) angesprochen wird. Historisch verbreitete Programme waren unter anderem Napster, eMule, BitTorrent und Vuze.
In vielen Fällen wird Filesharing nach dem Peer-to-Peer-Verfahren (kurz P2P) betrieben. Dieses Protokoll nutzt keinen großen zentralen Server, sondern baut für jede Anfrage eine direkte Verbindung zwischen den beteiligten Rechnern auf. Dadurch lassen sich große Datenmengen verteilt und vergleichsweise schnell von Rechner zu Rechner übertragen. Eine verbreitete Form ist der Tausch über Torrent-Dateien: Der Client sucht, welche anderen Nutzer eine bestimmte Datei besitzen, und verbindet beide Rechner. Die Übertragungsgeschwindigkeit hängt von der Anzahl der Seeds (vollständige Quellen) und Peers (unvollständige Quellen) ab.
Filesharing wird sowohl legal eingesetzt – etwa für die Verteilung von Linux-Distributionen oder freier Software – als auch zum unautorisierten Tausch urheberrechtlich geschützter Inhalte. Letzteres ist in Deutschland abmahnfähig, da die IP-Adresse beim Tauschen sichtbar ist und sich Anbieter ermitteln lassen.