Easter Egg

Easter Egg, deutsch sinngemäß „Osterei”: versteckter, humorvoller oder anspielungsreicher Inhalt in einer Software, einem Spiel, einem Film oder einer Webseite, der von den Entwicklern bewusst eingebaut und vom Nutzer entdeckt werden muss.

Im Unterschied zu einem Cheat, der einen direkten Spielvorteil verschafft, bringt ein Easter Egg keinen funktionalen Nutzen. Es dient dem Schmunzel-Effekt, der Würdigung einer Subkultur oder dem augenzwinkernden Hinweis auf andere Werke der Entwicklergruppe. Aktiviert werden Easter Eggs meist über versteckte Tastenkombinationen, ungewöhnliche Eingaben oder bestimmte Aktionen an unscheinbaren Stellen.

Als erstes dokumentiertes Software-Easter-Egg gilt das 1979 von Warren Robinett im Atari-Spiel „Adventure” versteckte Namensschild „Created by Warren Robinett”. Atari verbot Mitarbeitern damals offiziell die Nennung im Spiel — Robinett baute seinen Namen entgegen der Vorgabe in einer schwer zugänglichen Kammer ein. Mit der Verbreitung größerer Software-Pakete in den 1990er Jahren wurde das Versteckspiel populär; berühmt sind etwa der Flugsimulator in Microsoft Excel 97, das Pinball-Spiel in Word 97 und der eingebaute Browser im Linux-Kommandozeilen-Werkzeug emacs.

Auch im Web finden sich zahlreiche Easter Eggs: Google blendet etwa beim Suchwort „do a barrel roll” eine drehende Suchergebnis-Seite ein. Filme und Serien spielen mit dem Begriff, indem sie Anspielungen auf andere Werke oder spätere Plot-Wendungen einstreuen, vor allem im Marvel- und Pixar-Universum. Solche „Filmische Easter Eggs” sind heute fester Bestandteil der Fan-Diskussion.

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