E-Sport

E-Sport, kurz für elektronischer Sport, englisch eSports: wettkampfmäßiges, organisiertes Spielen von Computer- und Videospielen, häufig vor Publikum und mit Preisgeld. Im deutschen Sprachgebrauch wird E-Sport zunehmend als eigenständige Sportart wahrgenommen, ist juristisch in Deutschland bisher aber nicht als Sport im engeren Sinn anerkannt.

Genrebreitspielt das Spektrum von Echtzeit-Strategie-Titeln wie StarCraft II über Multiplayer-Online-Battle-Arenen (MOBA) wie League of Legends und Dota 2, taktische Shooter wie Counter-Strike und Valorant, Sport- und Renn-Simulationen wie FIFA/EA Sports FC und iRacing bis zu Kampfspielen wie Street Fighter und Tekken. Pro-Liga-Strukturen mit festen Teams, Trainerstäben, Sponsoring-Verträgen und festen Spielzeiten haben sich in den 2010er Jahren etabliert.

Ausgetragen werden Turniere sowohl online als auch in großen Hallen vor mehreren zehntausend Zuschauern; parallel erreichen Live-Streams auf Twitch und YouTube Live ein Millionenpublikum. Wichtigste internationale Wettbewerbe sind die League of Legends World Championship, „The International” für Dota 2 (mit teils zweistelligen Millionen-Preispools), die Counter-Strike Major Championships sowie nationale Ligen wie die ESL Pro League. Veranstalter wie die ESL One, BLAST und Riot Games prägen das Marktumfeld.

In Deutschland hat sich rund um Vereine und Akademien eine Profi-Szene entwickelt; bekannte Organisationen sind etwa SK Gaming, BIG (Berlin International Gaming) und Eintracht Spandau. Auch traditionelle Sportvereine wie der FC Schalke 04 und der FC Bayern München führten zeitweise eigene E-Sport-Sparten. Die rechtliche und gesellschaftliche Anerkennung als Sport bleibt politisch umstritten, vor allem mit Blick auf Steuer-, Visa- und Förderungsfragen.

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