E-Commerce

E-Commerce, deutsch elektronischer Handel: Geschäftsmodell, bei dem Waren oder Dienstleistungen über das Internet gehandelt werden. Anbieter ist üblicherweise ein Onlineshop, Käufer entweder Privatperson (B2C), gewerblicher Abnehmer (B2B) oder andere Privatperson auf Marktplätzen (C2C).

Den Aufstieg erlebte E-Commerce ab Mitte der 1990er Jahre mit Pionieren wie Amazon (1994 gegründet, ursprünglich als Online-Buchhandel) und eBay (1995 als Auktionsplattform). In Deutschland entstand 1999 das spätere Marktführer-Trio Otto-Online, Amazon.de und der eBay-Marktplatz. Mit der Verbreitung mobiler Geräte ab den 2010er Jahren verlagerte sich ein erheblicher Teil der Aktivität in mobile Apps („M-Commerce”).

Inhaltlich umfasst E-Commerce mehrere Säulen: klassische Webshops, Online-Marktplätze mit mehreren Anbietern unter einer Oberfläche, Direktverkäufe von Herstellern an Endkunden (D2C), Subscription-Modelle (Spar- und Aboboxen), sowie Social Commerce über soziale Netzwerke und Live-Shopping-Formate. Bezahlt wird über klassische Verfahren (Rechnung, Lastschrift, Kreditkarte) und zunehmend über PayPal, Klarna, Apple Pay und Google Pay.

In Deutschland erreicht der E-Commerce-Anteil am gesamten Einzelhandel je nach Branche zwischen 15 und über 40 Prozent — besonders hoch bei Büchern, Bekleidung, Elektronik und Spielwaren. Begleitend regelt das Fernabsatzrecht in EU und Deutschland Pflichten der Anbieter (Impressum, Widerrufsbelehrung, Pflichtangaben) sowie Verbraucherrechte (zweiwöchiges Widerrufsrecht).

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