DWD
Deutscher Wetterdienst, kurz DWD: nationale meteorologische Behörde Deutschlands mit Sitz in Offenbach am Main, organisatorisch als teilrechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr unterstellt.
Aufgabe des DWD ist nach dem Deutschen-Wetterdienst-Gesetz die meteorologische Beobachtung, Vorhersage und Beratung. Dazu betreibt er ein dichtes Netz aus Wetterstationen, Radaren, Radiosonden-Aufstiegen sowie eigene Großrechner für numerische Wettervorhersage-Modelle wie ICON. Die so erzeugten Daten dienen unter anderem der allgemeinen Wettervorhersage, der Warnung vor Unwetter, Hochwasser und Hitzewellen sowie Spezialdiensten für Luftfahrt, Schifffahrt, Land- und Forstwirtschaft.
Gegründet wurde der DWD 1952 in der Bundesrepublik; nach der Wiedervereinigung wurde der Meteorologische Dienst der DDR 1990 in die heutige Behörde integriert. Heute gehört der DWD dem Konsortium europäischer Wetterdienste (EUMETNET) sowie der Welt-Meteorologie-Organisation (WMO) an und steuert Daten zum globalen Vorhersage-Verbund bei.
Ein erheblicher Teil der DWD-Daten ist seit 2017 als Open Data unter dem Geo-Datenzugangs-Gesetz kostenfrei abrufbar. Verbreitete Endprodukte sind die offizielle Warn-App NINA (in Kooperation mit dem BBK), die Webseite dwd.de sowie der „Wetterbericht” in den öffentlich-rechtlichen Programmen. Mit der Klimaüberwachung und der Bereitstellung langjähriger Klimareihen ist der DWD auch zentraler Datenlieferant für die deutsche Klimaforschung.