DSL

DSL, Digital Subscriber Line: Übertragungstechnik, die die bestehende Kupfer-Telefonleitung („letzte Meile”) nutzt, um digitale Daten mit deutlich höherer Bandbreite als das klassische Telefonnetz zu übertragen. DSL war von den späten 1990er bis in die 2010er Jahre die dominierende Breitband-Technologie für Privatkunden in Deutschland.

Charakteristisch ist die Aufteilung der Telefonleitung in Frequenzbänder. Das niedrige Frequenzspektrum bleibt für klassische Telefonie reserviert, das höhere Spektrum überträgt parallel Daten. Mit verschiedenen DSL-Standards lassen sich unterschiedliche Geschwindigkeiten und Reichweiten erreichen — von ADSL (asymmetrisch, downstream-dominant) über VDSL2 (höhere Geschwindigkeiten auf kurzen Strecken) bis zu G.fast (sehr hohe Geschwindigkeiten auf wenigen Hundert Metern).

In Deutschland startete der DSL-Massenmarkt 1999 mit T-Online und der Deutschen Telekom. Über die Jahre stiegen die typischen Anschluss-Geschwindigkeiten von 768 kBit/s bis zu 250 oder gar 1.000 Mbit/s im VDSL/G.fast-Vectoring. Verkauft wird DSL meist im Paket mit Telefon-Anschluss und Festnetz-Flatrate, häufig kombiniert mit eigener Hardware (Router wie FRITZ!Box).

Mit dem Ausbau von Glasfaser-Anschlüssen und Kabelnetzen verliert DSL seit Mitte der 2010er Jahre stetig an Bedeutung. Die Bundesregierung hat den flächendeckenden Glasfaserausbau bis spätestens 2030 als Ziel ausgegeben. Bestehende Kupfer-DSL-Anschlüsse werden voraussichtlich noch jahrelang weiterbetrieben, der Anteil neu vergebener DSL-Verträge sinkt jedoch deutlich.

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