Drupal

Drupal: freies, Open-Source Content-Management-System (CMS) in PHP, das vor allem für komplexe Websites mit großen Inhalts-Strukturen, mehreren Rollen und individuellen Datenmodellen eingesetzt wird.

Gestartet wurde Drupal 2001 vom belgischen Studenten Dries Buytaert. Den Namen leitet er vom niederländischen Wort „druppel” („Tropfen”) ab. Drupal entwickelte sich über mehrere Hauptversionen weiter — von Drupal 1 (2001) über die jahrelang sehr verbreiteten Versionen 6 und 7, die deutliche Architektur-Sprünge mit Drupal 8 (2015) und 9 (2020) bis zur aktuellen Drupal-10/11-Reihe (2022/2024). Die Code-Basis hat sich dabei zunehmend an gängige PHP-Frameworks (Symfony-Komponenten) angenähert.

Charakteristisch ist die flexible Datenstruktur: Über das Field-Modul lassen sich beliebige Inhalts-Typen mit eigenen Feldern definieren — von einer Pressemitteilung über ein Veranstaltungs-Event bis zu einer Produkt-Datenbank. Über Views, Rollen, Taxonomien und Workflows entstehen daraus inhalts- und prozessstarke Webseiten. Eingesetzt wird Drupal unter anderem von Regierungen (etwa weißes Haus 2009–2017, Bundeskanzleramt), großen Universitäten und Konzernen.

Im Vergleich zum populäreren WordPress bietet Drupal mehr strukturelle Flexibilität, verlangt aber eine deutlich steilere Lernkurve. Konkurrenten im Enterprise-CMS-Markt sind außerdem TYPO3 (besonders in DACH und Skandinavien), Contentful, Sitecore und Adobe Experience Manager. Mit der Funktion „Drupal CMS” — einer vorkonfigurierten, einsteigerfreundlichen Distribution — versucht das Projekt seit 2024, auch kleinere Anwender zurückzugewinnen.

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