DIY

DIY, Abkürzung für englisch „do it yourself” („mach es selbst”): Sammelbezeichnung für Tätigkeiten, bei denen Produkte, Reparaturen oder kreative Werke in Eigenarbeit hergestellt werden — statt sie fertig zu kaufen oder professionell anfertigen zu lassen.

Verbreitet wurde der Begriff im englischsprachigen Raum nach dem Zweiten Weltkrieg, vor allem in Großbritannien der 1950er Jahre, als Heimwerken zur breit gefassten Freizeitbeschäftigung wurde. In Deutschland setzte sich das Adjektiv „heimwerkerisch” parallel durch, der englische DIY-Begriff fand spätestens in den 1990er Jahren über die DIY-Welle aus der Musikszene Eingang in die Alltagssprache.

Inhaltlich umfasst DIY heute mehrere Bereiche. Im klassischen Heimwerken geht es um Bauen, Reparieren, Möblieren und Renovieren in den eigenen vier Wänden, häufig mit Material aus Baumärkten und mit Hilfe von Bauanleitungen und Videoanleitungen auf YouTube. In der Musik und in der Punk-Bewegung der späten 1970er Jahre steht DIY für die Eigenproduktion von Schallplatten, Konzerten und Fanzines abseits großer Labels. In der Tech- und Maker-Szene hat sich das Konzept als „Maker-Movement” etabliert: Open-Source-Hardware wie Arduino und Raspberry Pi, 3D-Drucker, Lasercutter und Hackerspaces machen Eigenproduktion von Elektronik und Mechanik niederschwellig zugänglich.

Online-Plattformen wie Instructables, Pinterest und spezialisierte YouTube-Kanäle haben DIY-Inhalte zu einem eigenen Medienformat gemacht. Wirtschaftlich profitieren Baumarktketten, Online-Händler wie Hornbach und Obi sowie spezialisierte Maker-Shops wie Reichelt, Conrad und Adafruit von der anhaltenden Verbreitung.

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