DIN
DIN: Abkürzung für Deutsches Institut für Normung. Zugleich Kennzeichen der von diesem Institut herausgegebenen technischen Normen, etwa „DIN A4“ für ein Papierformat.
Umgangssprachlich wird DIN gelegentlich noch als Abkürzung für „Deutsche Industrie Norm“ verwendet; diese Lesart ist veraltet. Heute steht DIN ausschließlich für das in Berlin ansässige Institut, das 1917 als Normenausschuss der Deutschen Industrie gegründet wurde und seit 1975 in einem Vertrag mit der Bundesrepublik Deutschland die nationale Normungsorganisation darstellt.
Die Normungsarbeit betrifft sehr unterschiedliche Bereiche: Maße und Eigenschaften von Produkten (etwa DIN 476 für Papierformate), Prüfverfahren (DIN 1048 für Beton), Schreibweisen, Sicherheits- und Qualitätsanforderungen sowie Verfahrensbeschreibungen (DIN 820-4 zur Erstellung von Normen). Die Normen entstehen in Ausschüssen unter Beteiligung von Industrie, Forschung, Verbraucherverbänden und Behörden.
Auf internationaler Ebene arbeitet DIN mit den europäischen (CEN, CENELEC) und weltweiten (ISO, IEC) Normungsorganisationen zusammen. Viele Normen erscheinen daher als kombinierte DIN-EN- oder DIN-EN-ISO-Standards.