DDL
DDL, Akronym für Direct Download Link: Bezeichnung für einen direkten Link auf eine Datei, die zum Herunterladen auf einem Server bereitliegt – ohne Zwischenseite, Warteschlange oder zusätzliche Anmeldung.
Technisch handelt es sich meist um eine HTTP- oder FTP-URL, die der Browser oder ein Download-Programm direkt aufrufen kann. Der Vorteil gegenüber Filesharing-Netzwerken liegt darin, dass keine zusätzliche Software erforderlich ist und der Vorgang sich in der Regel wieder fortsetzen lässt, wenn die Verbindung abbricht.
Verbreitet wurde die Abkürzung vor allem im Umfeld von Warez- und Linklisten-Seiten, die Links zu kopiergeschützt veröffentlichten Filmen, Musik oder Programmen sammeln. Die Dateien selbst lagen meist bei Filehostern wie Rapidshare, Megaupload oder Netload. Da viele dieser Dienste eingestellt oder behördlich abgeschaltet wurden, hat das klassische DDL-Modell gegenüber Streaming-Plattformen an Bedeutung verloren.
Rechtlich entscheidend ist nicht der Übertragungsweg, sondern ob die heruntergeladene Datei mit Zustimmung des Rechteinhabers verbreitet wird. Der DDL-Zugriff auf urheberrechtlich geschütztes Material ohne Erlaubnis ist in Deutschland verboten.