Datenschutz

Datenschutz: Schutz personenbezogener Daten vor Missbrauch bei Erhebung, Speicherung, Übermittlung, Veränderung und Löschung.

In seiner geläufigsten Verwendung steht der Begriff für den Schutz des Einzelnen vor dem Missbrauch personenbezogener Daten. Daneben kann auch der Schutz wissenschaftlicher und technischer Daten vor Verlust, Veränderung oder Diebstahl gemeint sein. Kerngedanke ist das Recht auf informationelle Selbstbestimmung: Jede Person soll selbst entscheiden können, wem sie wann und in welchem Umfang persönliche Daten zugänglich macht.

Rechtliche Grundlage in Deutschland ist seit 2018 die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union, ergänzt durch das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Sie verlangt unter anderem eine ausdrückliche Einwilligung in die Datenverarbeitung, definiert Auskunfts-, Berichtigungs- und Löschungsrechte und sieht hohe Bußgelder bei Verstößen vor.

Mit der Verbreitung des Internets, mobiler Geräte und Cloud-Diensten ist die Erfassung und Weitergabe personenbezogener Informationen deutlich einfacher geworden, weshalb Datenschutz in Politik, Wirtschaft und Alltag dauerhaft an Bedeutung gewinnt. Besonders kontrovers wird er im Spannungsfeld von Strafverfolgung, Geheimdiensten und Bürgerrechten diskutiert.

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