Comic-Strip
Comic-Strip, vom englischen „comic strip” („komischer Streifen”): kurze Comic-Form aus wenigen, waagerecht aneinandergereihten Panels, klassisch für die Veröffentlichung in Tageszeitungen entwickelt.
Comic-Strips entstanden ab Ende des 19. Jahrhunderts in US-amerikanischen Zeitungen, zunächst als Abgrenzungsversuch konkurrierender Verlage. Bekannte Pionierwerke sind „The Yellow Kid” (Richard F. Outcault, 1895) und „Krazy Kat” (George Herriman, ab 1913). Im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelte sich der Strip zur eigenständigen Erzählform mit wiederkehrendem Figurenensemble, festen Erscheinungstagen und einem charakteristischen Pointenaufbau, der sich in drei bis vier Panels auflöst.
Strukturell unterscheidet man Tages-Strips (typischerweise drei bis vier schwarzweiße Panels) und größere Sonntags-Strips, die ganzseitig und in Farbe gedruckt werden. Bekannte und international rezipierte Beispiele sind „Peanuts” (Charles M. Schulz, ab 1950), „Calvin and Hobbes” (Bill Watterson, 1985–1995), „Garfield” (Jim Davis, ab 1978), „Dilbert” (Scott Adams, ab 1989) sowie im deutschsprachigen Raum die Strips von Erich Ohser/„e.o.plauen” und später Loriot.
Mit dem Rückgang gedruckter Zeitungen hat sich der Comic-Strip in den 2000er Jahren ins Web verlagert. Webcomics wie „xkcd” (Randall Munroe), „Sarahs Scribbles” oder „The Awkward Yeti” führen das knappe Strip-Format in digitaler Form weiter, häufig mit interaktiven Elementen oder als kurze Posts in sozialen Netzwerken. Strip-Sammlungen erscheinen weiterhin als gebundene Bücher, das ursprüngliche Tageszeitungs-Geschäft ist jedoch deutlich geschrumpft.