Cloud-Computing

Cloud-Computing (von engl. „cloud” für Wolke): IT-Modell, bei dem Rechenleistung, Speicher und Software bedarfsabhängig über das Netz bezogen werden, statt sie auf lokalen Rechnern vorzuhalten.

Privat- und Geschäftskunden mieten Speicherplatz, virtuelle Server oder Anwendungen in Rechenzentren, die weltweit verteilt sein können. Die Abrechnung erfolgt nutzungsabhängig nach Speicher, Rechenzeit oder Anzahl der Nutzer. Üblich ist die Unterscheidung in drei Servicemodelle: Infrastructure as a Service (IaaS, etwa Amazon EC2), Platform as a Service (PaaS, etwa Google App Engine) und Software as a Service (SaaS, etwa Google Workspace oder Microsoft 365).

Seit Ende der 2000er Jahre hat sich Cloud-Computing zum dominanten IT-Bereitstellungsmodell entwickelt. Den Markt teilen sich vor allem Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und Google Cloud sowie regional Anbieter wie Alibaba Cloud oder die europäische OVHcloud. Vorteilhaft sind flexible Skalierbarkeit, geringe Anfangsinvestitionen und ein reduzierter eigener Wartungsaufwand.

Kritisch betrachtet werden insbesondere Aspekte des Datenschutzes: zentral gespeicherte Daten können Ziel von Angriffen werden, und die Nutzung außereuropäischer Anbieter wirft Fragen zur DSGVO-Konformität auf. Unterschieden wird zwischen Public Clouds (offen für viele Kunden), Private Clouds (exklusiv für eine Organisation) und Hybrid-Modellen.

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