Chromium

Chromium: Open-Source-Browserprojekt, das die technische Grundlage zahlreicher heutiger Webbrowser bildet — darunter Google Chrome, Microsoft Edge, Opera, Brave, Vivaldi und Samsung Internet.

Gestartet wurde das Projekt 2008 von Google zusammen mit der ersten Version von Chrome. Während Chrome zusätzliche Google-Komponenten wie automatische Updates, den hauseigenen Sync-Dienst, proprietäre Codecs und Datenerhebung mitbringt, beschränkt sich Chromium auf die offene Codebasis und steht unter einer Mischung aus BSD- und anderen freien Lizenzen.

Kernkomponenten von Chromium sind die Rendering-Engine Blink (2013 als Fork des Apple-Projekts WebKit gestartet) sowie die JavaScript-Engine V8, die wiederum als eigenständiges Projekt auch in Node.js und Deno zum Einsatz kommt. Mit jeder neuen Chromium-Version, die alle vier Wochen erscheint, übernehmen die abgeleiteten Browser in der Regel kurz darauf dieselben Web-Standards, Sicherheits-Updates und Funktionsverbesserungen.

Durch die hohe Marktdurchdringung der Chromium-Ableger gilt das Projekt heute als dominierende Browser-Plattform: Im Web entfallen rund 70 bis 80 Prozent der Aufrufe auf einen Chromium-basierten Browser. Aus dieser Marktstellung resultiert eine intensive Debatte über das Tempo, in dem Google neue Web-Standards einführt — etwa zur Verwertung von Tracking-Daten — und über die Folgen für die Vielfalt der Browser-Engines. Mit Firefox (Gecko) und Safari (WebKit) existieren neben Chromium nur noch zwei weitere Engines mit substanzieller Verbreitung.

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