Chaos Computer Club (CCC)

Chaos Computer Club, kurz CCC: 1981 in Hamburg gegründete Hacker- und Bürgerrechtsorganisation mit Sitz im hauseigenen „Eidelstedter Bürgerhaus” in Hamburg. Der CCC gilt als eine der ältesten und größten Hacker-Vereinigungen Europas.

Inhaltlich versteht sich der CCC als „galaktische Gemeinschaft von Lebewesen, unabhängig von Alter, Geschlecht und Abstammung sowie gesellschaftlicher Stellung, die sich grenzüberschreitend für Informationsfreiheit einsetzt und mit den Auswirkungen von Technologien auf die Gesellschaft sowie das einzelne Lebewesen beschäftigt”. Aus dieser Selbstbeschreibung folgt das politische Engagement: Themen sind seit Jahrzehnten Datenschutz, Computersicherheit, Überwachung, Verschlüsselungsfreiheit und transparente Behörden.

Bekannt geworden ist der CCC unter anderem durch öffentlichkeitswirksame Aktionen, die Sicherheitslücken in alltagsrelevanter Technik aufdecken. Beispiele sind der Btx-Hack 1984, die Demonstration unsicherer Wahlcomputer in den 2000er Jahren, die Analyse der biometrischen Daten auf elektronischen Personalausweisen, der „Staatstrojaner”-Fund 2011 sowie zahlreiche Untersuchungen zur Sicherheit medizinischer Geräte und Smart-Home-Systeme.

Jährlich richtet der CCC den Chaos Communication Congress (heute „rC3”, „37C3” usw.) im Dezember aus — eine viel beachtete Konferenz für tausende Teilnehmer mit Vorträgen zu Hacking, Datenschutz, Netzpolitik und Kunst. Im Sommer findet alle zwei Jahre das Camp im Außenbereich statt. Regional ist der CCC durch lokale Ableger („Erfa-Kreise”) und einzelne Hackerspaces vertreten.

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