Breakdance
Breakdance, von den Pionieren selbst meist „Breaking” oder „B-Boying”/„B-Girling” genannt: tänzerische Ausdrucksform und eines der vier klassischen Elemente des HipHop, entstanden in den 1970er Jahren in den Vierteln New Yorks, vor allem in der South Bronx.
Charakteristisch sind akrobatische Bodenfiguren wie Headspins, Windmills und Flares, kombiniert mit explosiven Sprüngen („Power Moves”) und stehenden Schritten („Top Rock”) sowie ausgeprägter „Style”- und „Freeze”-Arbeit. Getanzt wird in der Regel zu Funk-, Soul- und Hip-Hop-Tracks; entscheidend sind kurze rhythmische „Breaks” — Schlagzeug-Solostellen —, an denen B-Boys und B-Girls in den Vordergrund treten.
Wegweisend für die Verbreitung waren die DJ-Pioniere der Bronx, allen voran DJ Kool Herc, der ab 1973 einzelne Breakbeats wiederholt aneinanderreihte und damit den eigentlichen Tanzteil verlängerte. Crews wie die Rock Steady Crew (gegründet 1977) und die New York City Breakers prägten die ersten Jahre, im Film „Wild Style” (1983) und „Beat Street” (1984) erreichte die Bewegung internationale Aufmerksamkeit.
In Deutschland und Europa fasste Breakdance ab Mitte der 1980er Jahre Fuß und entwickelte eine eigenständige Battle-Szene mit internationalen Wettbewerben wie dem „Battle of the Year” (Hannover, seit 1990) und dem „Red Bull BC One”. Bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris wurde Breaking erstmals als olympische Disziplin ausgetragen.