Body-Mass-Index

Body-Mass-Index (BMI), deutsch Körpermasse-Index: Maßzahl zur groben Einschätzung des Verhältnisses von Körpergewicht zu Körpergröße eines Menschen. Der BMI wird nach der Formel BMI = Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat berechnet. Die Maßeinheit ist kg/m².

Die Größe wurde im 19. Jahrhundert vom belgischen Statistiker Adolphe Quetelet als „Quetelet-Index” eingeführt und ab 1972 vom US-amerikanischen Wissenschaftler Ancel Keys unter dem heutigen Namen popularisiert. Die Weltgesundheits-Organisation (WHO) verwendet folgende Einteilung für Erwachsene: unter 18,5 Untergewicht, 18,5 bis 24,9 Normal-Gewicht, 25 bis 29,9 Übergewicht, 30 und mehr Adipositas (Fettleibigkeit, gestuft in Grade I-III).

Der BMI ist beliebt, weil er einfach und ohne weitere Messungen zu ermitteln ist. Als Bevölkerungs-Indikator liefert er statistisch verwertbare Hinweise auf gesundheitliche Risiken — etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes oder bestimmte Krebs-Arten. Im Einzelfall sind die Aussagen jedoch eingeschränkt: der BMI unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fett-Masse, vernachlässigt Körperbau und Fett-Verteilung und kann etwa bei sportlich-muskulösen Menschen zu hoch, bei Älteren mit reduzierter Muskel-Masse zu niedrig erscheinen.

Ergänzend werden daher häufig Maße wie der Bauchumfang, das Verhältnis Bauch- zu Hüftumfang (Waist-Hip-Ratio) oder bioelektrische Impedanz-Analysen herangezogen. Für Kinder und Jugendliche existieren altersbezogene Perzentilen-Kurven, da Wachstum und Körperzusammensetzung sich stetig verändern.

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